Magnetresonanztomographie

Alles was Sie zur Untersuchung wissen sollten.

Die Magnetresonanztomographie ist eine der modernsten Untersuchungsmethoden in der diagnostischen Radiologie, mit der ohne Strahlenbelastung Schnittbilder des menschlichen Körpers in jeder gewünschten Ebene angefertigt werden können. Durch eine hohe Auflösung und einen großen Gewebekontrast gelingt eine wesentlich bessere Darstellung der anatomischen Strukturen als mit vielen anderen bildgebenden Verfahren. Insbesondere können unterschiedliche Weichteilstrukturen besser differenziert werden. Bisher sind keine Schädigungen durch die bei der MRT auftretende hohe Magnetflußdichte und die elektromagnetischen Hochfrequenzfelder bekannt.

Wenn Sie für die Durchführung einer MRT zu uns überwiesen wurden, können Sie sich hier schon einmal im Voraus über den Ablauf der Untersuchung informieren.

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Telefax +49 221 478-82386

Lageplan

Für eine routinemäßige MRT-Untersuchung ist es nicht erforderlich, dass Sie nüchtern sind. Sollt dies dennoch erforderlich sein, wird man Sie bei der Terminvereinbarung darauf hinweisen.

Bitte bringen Sie einen aktuellen Kreatinin-Wert mit, die Sie vorab (etwa eine Woche vor der Untersuchung) bei Ihrem Hausarzt bzw. dem überweisenden Arzt mit einer Blutuntersuchung bestimmen lassen. Dieser Wert liefert Informationen über Ihre Nierenfunktion. Im Rahmen der Aufklärungsgespräches mit einem unserer Radiologen werden Sie gebeten, diesen Wert vorzulegen. Ohne die Informationen über diesen Blutwert können wir die Untersuchung leider in Ihrem eigenen Interesse nicht durchführen, da es ansonsten zu gesundheitlichen Schäden kommen könnte. Sollte der Wert auffällig (d.h. nicht normal) sein, informieren Sie uns bitte vorab, damit wir die notwendigen Entscheidungen treffen und die Untersuchung planen können.

Vor der Untersuchung werden Sie von einem Radiologen über den Nutzen und die Risiken der Untersuchung aufgeklärt. Zur Vorbereitung des Aufklärungsgespräches erhalten Sie von uns einen dezidierten Aufklärungsbogen. Wir bitten Sie, diesen sorgfältig zu lesen und wahrheitsgemäß auszufüllen. Ihre Fragen können Sie dann im anschließenden Aufklärungsgespräch stellen.

Bei einigen Untersuchungen ist eine intravenöse Gabe von Kontrastmittel notwendig. Wir verwenden ausschließlich Kontrastmittel der modernsten Generation, welche sehr gut verträglich sind; lediglich in seltenen Fällen kann es hier zu Nebenwirkungen kommen, über die der aufklärende Arzt Sie ausführlich informieren wird. Für die Gabe des Kontrastmittels ist es notwendig, dass wir Ihnen vor der Untersuchung einen venösen Zugang in den Arm (Ellenbeuge oder Handrücken) legen, was ähnlich wie eine Blutabnahme funktioniert. Die Kontrastmittelgabe erfolgt dann über eine automatisierte Pumpe während der Untersuchung. Möglicherweise wird Ihnen davon ein wenig warm, was völlig normal ist.

Da die MRT mit starken Magnetfeldern arbeitet, werden Sie gebeten, vor Betreten des Untersuchungsraumes sämtliche metallischen Gegenstände abzulegen, da es hierdurch ansonsten zu Verletzungen kommen kann. Sollten Sie metallische Implantate im oder am Körper tragen, bringen Sie bitte - sofern vorhanden - den Implantatpass mit und legen Sie diesen im Aufklärungsgespräch vor. Sollten Sie Träger eines Herzschrittmachers sein, informieren Sie uns bitte vorab hierüber, da zunächst in Zusammenarbeit mit den Kollegen der Kardiologie entschieden werden muss, ob und wie eine Untersuchung im MRT möglich ist; hier gelten besondere Bestimmungen.

Zur Untersuchung muss die zu untersuchende Körperregion in die Mitte einer ca. 70 cm weiten Röhre gefahren werden. Die Röhre bleibt während der gesamten Untersuchung geöffnet, sie ist hell und gut belüftet. Das Untersuchungsgerät befindet sich in einem abgeschirmten Raum und wird vom Nebenraum durch ein Fenster und eine Kamera bewacht. Durch eine Gegensprechanlage können Sie während der Untersuchung mit unseren Mitarbeitern sprechen. Wir können Sie während der Untersuchung die ganze Zeit sehen, so dass Ihnen nichts passieren kann. Sollten Sie dennoch unter starker Platzangst (Klaustrophobie) leiden oder stark übergewichtig sein, sprechen Sie bitte vorab mit uns. Für diesen Fall besteht eventuell (je nach Fragestellung und Untersuchungsregion) die Möglichkeit, dass Sie in unserem offenen MRT-Gerät untersucht werden. Dies müssen wir jedoch vorab klären und ggf. entsprechend planen. Je nach Ausprägung einer Platzangst besteht zusätzlich die Möglichkeit, vor der Untersuchung eine Beruhigungstablette einzunehmen. Sie müssen sich dann aber, wenn Sie ambulant zur Untersuchung kommen, abholen lassen. Wegen der vorübergehenden Einschränkung Ihrer Reaktionsfähigkeit dürfen Sie 12 Stunden nach der Untersuchung kein Kraftfahrzeug oder Zweirad steuern und nicht an gefährlichen Maschinen arbeiten.

Die MRT-Untersuchung dauert je nach Fragestellung etwa 20-45 Minuten. Solange dauert es, bis die Messungen durchgeführt und der Computer die Bilder berechnet hat. Während dieser Zeit müssen Sie bitte möglichst still liegen. Sie werden während der Untersuchung laute, klopfende Geräusche hören; um Ihr Gehör zu schützen, erhalten Sie spezielle Kopfhörer. Anschließend sind Sie fertig. Wenn Sie eine CD mit der Untersuchung gebrannt bekommen möchten, bitten wir Sie, noch einen Moment zu warten. Wünschen Sie ein abschließendes Gespräch mit einem unserer Radiologen zur Befundbesprechung, müssten Sie bitte ebenfalls ein wenig Wartezeit einplanen, da die Bilder zunächst befundet werden müssen.

Besondere MRT-Untersuchungen

MR-Sellink

Für die sogenannte MR-Sellink-Untersuchung, mit deren Hilfe die Darmstrukturen besonders gut dargestellt werden können, werden Sie gebeten, über einen Zeitraum von etwa einer Stunde vor der Untersuchung 2 Liter einer wässrigen, speziellen Kontrastmittel- Lösung (welche Cellulose-haltig ist) zu trinken. Darüber hinaus erhalten Sie von uns unmittelbar vor der Untersuchung ein Medikament (Buscopan), welches die Darmtätigkeit reduzieren soll, damit die Darmwände während der Untersuchung besser beurteilbar sind. Sollten Sie unter einem erhöhten Augeninnendruck (Grüner Star) oder einer Prostatahyperplasie leiden, teilen Sie uns dies bitte im Aufklärungsgespräch mit, da die Buscopan-Gabe in solchen Fällen kontraindiziert ist. Darüber hinaus ist nach der Gabe von Buscopan die aktive Teilnahme am Straßenverkehr nicht mehr möglich, da das Medikament für einen gewissen Zeitraum Einfluss auf die Sehkraft haben kann. Bitte sorgen Sie aus diesem Grunde vorab für entsprechende Vorkehrungen für Ihre Rückreise.

Stress-MRT des Herzens

Multiparametrische MRT

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