MRT-Mammographie

Alles was Sie zur Untersuchung wissen sollten.

Wenn Sie für die Durchführung einer Magnetresonanztomographie (MRT) der weiblichen Brust (Kernspintomographie/MRT der Brust) zu uns überwiesen wurden, können Sie sich hier schon einmal im Voraus über den Ablauf der Untersuchung informieren.

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Die MRT ist eine der modernsten Untersuchungsmethoden in der diagnostischen Radiologie, mit der ohne Strahlenbelastung Schnittbilder des menschlichen Körpers in jeder gewünschten Ebene angefertigt werden können. Durch eine hohe Auflösung und einen großen Gewebekontrast gelingt eine wesentlich bessere Darstellung der anatomischen Strukturen als mit vielen anderen bildgebenden Verfahren. Bisher sind keine Schädigungen durch die bei der MRT auftretende hohe Magnetflussdichte und die elektromagnetischen Hochfrequenzfelder bekannt.

Neben der Mammographie und der Sonographie stellt die MR-Mammographie eine wichtige Bildgebungsmodalität in der Diagnostik der Brust dar. Die MR-Mammographie zeichnet sich hierbei insbesondere durch eine sehr hohe Entdeckungsrate auch von kleinen Tumoren aus. Jährlich werden in unserem Institut mehr als 2000 MR-Mammographien durchgeführt. Einer der Schwerpunkte unseres Instituts ist die MR-Mammographie im Rahmen der intensivierten Früherkennung im Zentrum Familiärer Brust- und Eierstockkrebs bei genetisch vorbelasteten Patientinnen. Die Untersuchungen finden an MR-Geräten der neuesten Generation statt (Philips Ingenia 1,5 T und 3T; nähere Informationen zur Geräteausstattung).

Für eine routinemäßige MRT-Untersuchung ist es nicht erforderlich, dass Sie nüchtern sind. Vor der Untersuchung werden Sie von einem Radiologen über den Nutzen und die Risiken der Untersuchung aufgeklärt. Zur Vorbereitung des Aufklärungsgespräches erhalten Sie von uns einen dezidierten Aufklärungsbogen. Wir bitten Sie, diesen sorgfältig zu lesen und wahrheitsgemäß auszufüllen. Ihre Fragen können Sie dann im anschließenden Aufklärungsgespräch stellen.

Bei der MR-Mammographie ist eine intravenöse Gabe von Kontrastmittel notwendig. Wir verwenden ausschließlich Kontrastmittel der modernsten Generation, welche sehr gut verträglich sind; lediglich in seltenen Fällen kann es hier zu Nebenwirkungen kommen, über die der aufklärende Arzt Sie ausführlich informieren wird. Für die Gabe des Kontrastmittels ist es notwendig, dass wir Ihnen vor der Untersuchung einen venösen Zugang in den Arm (Ellenbeuge oder Handrücken) legen, was ähnlich wie eine Blutabnahme funktioniert. Die Kontrastmittelgabe erfolgt dann über eine automatisierte Pumpe während der Untersuchung. Möglicherweise wird Ihnen davon ein wenig warm, was völlig normal ist.

Da die MRT mit starken Magnetfeldern arbeitet, werden Sie gebeten, vor Betreten des Untersuchungsraumes sämtliche metallischen Gegenstände abzulegen, da es hierdurch ansonsten zu Verletzungen kommen kann. Sollten Sie metallische Implantate im oder am Körper tragen, bringen Sie bitte - sofern vorhanden - den Implantatpass mit und legen Sie diesen im Aufklärungsgespräch vor. Sollten Sie Träger eines Herzschrittmachers sein, informieren Sie uns bitte vorab hierüber, da zunächst in Zusammenarbeit mit den Kollegen der Kardiologie entschieden werden muss, ob und wie eine Untersuchung im MRT möglich ist; hier gelten besondere Bestimmungen.

Zur Untersuchung werden Sie in Bauchlage in die Mitte einer ca. 70 cm weiten Röhre gefahren. Die Röhre bleibt während der gesamten Untersuchung geöffnet, sie ist hell und gut belüftet. Das Untersuchungsgerät befindet sich in einem abgeschirmten Raum und wird vom Nebenraum durch ein Fenster und eine Kamera bewacht. Durch eine Gegensprechanlage können Sie während der Untersuchung mit unseren Mitarbeitern sprechen. Wir können Sie während der Untersuchung die ganze Zeit sehen, so dass Ihnen nichts passieren kann. Sollten Sie dennoch unter starker Platzangst (Klaustrophobie) leiden oder stark übergewichtig sein, sprechen Sie bitte vorab mit uns. Für diesen Fall besteht eventuell die Möglichkeit, dass Sie in unserem offenen MRT-Gerät untersucht werden. Dies müssen wir jedoch vorab klären und ggf. entsprechend planen. Je nach Ausprägung einer Platzangst besteht zusätzlich die Möglichkeit, vor der Untersuchung eine Beruhigungstablette einzunehmen. Sie müssen sich dann aber, wenn Sie ambulant zur Untersuchung kommen, abholen lassen. Wegen der vorübergehenden Einschränkung Ihrer Reaktionsfähigkeit dürfen Sie 12 Stunden nach der Untersuchung kein Kraftfahrzeug oder Zweirad steuern und nicht an gefährlichen Maschinen arbeiten.

Die MRT-Untersuchung dauert je etwa 20 Minuten. Solange dauert es, bis die Messungen durchgeführt und der Computer die Bilder berechnet hat. Während dieser Zeit müssen Sie bitte möglichst still liegen. Sie werden während der Untersuchung laute, klopfende Geräusche hören; um Ihr Gehör zu schützen, erhalten Sie spezielle Kopfhörer. Anschließend sind Sie fertig. Wenn Sie eine CD mit der Untersuchung gebrannt bekommen möchten, bitten wir Sie, noch einen Moment zu warten. Wünschen Sie ein abschließendes Gespräch mit einem unserer Radiologen zur Befundbesprechung, müssten Sie bitte ebenfalls ein wenig Wartezeit einplanen, da die Bilder zunächst befundet werden müssen. Grundsätzlich werden die MR-Mammographien von 2 Radiologen befundet. Zusätzlich erfolgt eine Software-gestütze Auswertung der Aufnahmen.

Neben der MR-Mammographie werden auch MRT-gesteuerte Vakuumbiopsien der Brust und MRT-gesteuerte präoperative Drahtmarkierungen durchgeführt. Auf den verlinkten Internetseiten finden Sie hierzu weitere Informationen.

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