Computertomographie (CT) des Herzens

Alles was Sie zur Untersuchung wissen sollten.

Bei einem Herz-CT werden die Herzkranzgefäße auf das etwaige Vorliegen und das Ausmaß von Gefäßverkalkungen (Grad der Koronarsklerose) und Engstellen (Koronarstenosen) untersucht.

Gemäß den aktuellen Leitlinien der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie ist bei Patientinnen und Patienten mit V.a. chronisches Koronarsyndrom und niedriger bis moderater Vortestwahrscheinlichkeit von 5 bis 50 Prozent die CT-Koronarangiographie das diagnostische Mittel der Wahl, um eine relevante Koronare Herzerkrankung (KHK) auszuschließen. So kann eine Herzkatheteruntersuchung (invasive Koronarangiographie) oft vermieden werden.

Die Untersuchung führen wir an unserem modernstem Computertomographen (CT), dem Philips Spectral CT 7500 als neuestes CT der Dual-Layer Dual-Energy Technik, durch und erreichen dadurch eine hervorragende Untersuchungsqualität. Gleichzeitig ist die Strahlenbelastung oft geringer als bei einer Herzkatheteruntersuchung.

Häufige Fragen

Wie kann ich mich auf die Untersuchung vorbereiten?

Was Sie selbst tun können:

Für eine Computertomographie (CT) des Herzens ist es nicht erforderlich, dass Sie nüchtern sind. Auch sollten Sie Ihre übliche Medikation (Tabletten) ganz normal einnehmen. Die Untersuchung erfordert die intravenöse Gabe eines jodhaltigen Kontrastmittels. Daher benötigen wir bei Patientinnen und Patienten über 60 Jahren (≥ 60 Jahre) am Untersuchungstag einen aktuellen Kreatinin- und TSH-Wert, der nicht älter als vier Wochen sein sollte. Diese beiden Werte liefern Informationen über Ihre Nieren- und Schilddrüsenfunktion und können zum Beispiel vorab bei Ihrem Hausarzt beziehungsweise dem überweisenden Arzt mit einer Blutuntersuchung bestimmt werden. Sollten Sie irgendwann in der Vergangenheit auf ein CT-Kontrastmittel allergisch reagiert haben oder eine Unverträglichkeit bemerkt haben (z. B. Hautausschlag, Atembeschwerden, Kreislaufreaktionen), teilen Sie uns dies unbedingt bereits bei der Anmeldung mit. Diese Information ist für uns sehr wichtig, damit wir Ihre Untersuchung sicher planen können und gegebenenfalls vorbeugende Maßnahmen treffen.

Um möglichst „scharfe CT-Bilder“ des Herzens zu erhalten, ist eine relativ niedrige Herzfrequenz (ca. 55-65 Schläge/Minute) wichtig. Bitte nehmen Sie daher 12 Stunden vor der Untersuchung keine Koffein- oder Teein-haltigen Getränke oder Speisen zu sich, da diese die Herzfrequenz steigern können.

Wie ihr Hausarzt / Kardiologe die Untersuchung optimal vorbereiten kann:

Die hier beigefügte Checkliste dient ärztlichen Kolleginnen und Kollegen und Patientinnen und Patienten als Stütze, um Kontraindikationen für die erforderliche Gabe von Kontrastmittel, ß-Blocker und Nitro-Spray auszuschließen. Dies ist wichtig, um einen möglichst schnellen, reibungslosen und sicheren Ablauf der Herz-CT-Untersuchung zu gewährleisten. Ein ggfs. entsprechendes Absetzen der aufgeführten Medikamente sollte nur nach Rücksprache mit der behandelnden Ärztin/Arzt erfolgen.

Bitte bringen Sie die Checkliste ausgefüllt zu Ihrem Untersuchungstermin mit.

Wie läuft die Untersuchung ab?

Um möglichst „scharfe Bilder“ des Herzens zu erhalten, kann es erforderlich sein, Ihre Herzfrequenz (Puls) durch eine zusätzliche Medikamentengabe (ß-Blocker) zu senken. Um die Beurteilbarkeit der Herzkranzgefäße zusätzlich zu verbessern werden Ihnen zudem zwei Sprühstöße eines Medikamentensprays (Nitro-Spray) unter die Zunge verabreicht, dies führt zu einer Weitstellung der Herzkranzgefäße und erhöht so die Genauigkeit für die Detektion von relevanten Engstellen. Beide Medikamente sind bei fehlenden Kontraindikationen ungefährlich und werden von den Patienten in der Regel sehr gut vertragen. Der Radiologe vor Ort wird dies ausführlich mit Ihnen besprechen und steht für etwaige Rückfragen selbstverständlich zu Verfügung.

Die Untersuchungsvorbereitungen dauern etwa 20-25 Minuten, die Untersuchung selbst dauert nur wenige Sekunden. Während der Untersuchung werden Sie auf dem Untersuchungstisch gelagert, wobei zur Untersuchung des Brustraumes die Arme über den Kopf angehoben werden müssen. Sie werden dann mit den Füßen voraus auf dem Tisch in den Computertomographen (CT) hineingefahren. Die heute gebräuchlichen modernen Untersuchungsgeräte haben dabei eine sehr weite Öffnung (mehr ein großer Bogen), sodass Platzangst in der Regel kein Problem ist.

Für die Gabe des Kontrastmittels und des ß-Blockers ist es notwendig, dass wir Ihnen vor der Untersuchung einen venösen Zugang in eine oberflächliche Armvene legen, was ähnlich wie eine Blutabnahme funktioniert. Die Kontrastmittelgabe erfolgt über eine automatisierte Pumpe während der Untersuchung. Möglicherweise wird Ihnen davon ein wenig warm, was völlig normal ist.

Nach dem Ende der Herz-CT können Sie ganz normal am Alltag teilnehmen. Die CT-Untersuchung wird anschließend durch speziell in der Herzbildgebung geschulte und erfahrene RadiologInnen ausgewertet und befundet, welche durch die Deutsche Röntgengesellschaft auf dem Gebiet der Herz-CT zertifiziert sind. Hierzu wird das gesamte Herz wie auch die einzelnen Herzkranzgefäße beurteilt und auf das Vorliegen von Engstellen oder weiterer Auffälligkeiten untersucht. Neben den konventionellen 2D-Daten wird auch ein 3D-Modell des Herzens zur besseren Veranschaulichung erstellt. Zudem setzen wir fortschrittliche Rekonstruktionsalgorithmen und virtuell monoenergetische Bilder der spektralen Datensätze ein, um eventuelle Schlag- oder Bloomingartefakte zu reduzieren und den Gefäßkontrast zu steigern.

Wenn Sie eine CD oder einen Onlinezugang mit den Bildern Ihrer Untersuchung erhalten möchten, so händigen wir Ihnen diese gerne im Anschluss an die Untersuchung aus. Wünschen Sie ein abschließendes Gespräch mit einem unserer Radiologinnen oder Radiologen zur Befundbesprechung, so ist dies selbstverständlich möglich. Hierfür müssten Sie bitte etwas Wartezeit einplanen, da die Bilder zunächst ausgewertet werden müssen. Der abschließende Befund wird in der Regel noch am selben Tag erstellt und Ihrem behandelnden Arzt zugeschickt.

Nach der Untersuchung
Abbildung 1
Abbildung 1
Quelle: Uniklinik Köln
Abbildung 2
Abbildung 2
Quelle: Uniklinik Köln

Nach dem Ende der Herz-CT können Sie ganz normal am Alltag teilnehmen. Die CT-Untersuchung wird anschließend durch speziell in der Herzbildgebung geschulte und erfahrene RadiologInnen ausgewertet und befundet, welche durch die Deutsche Röntgengesellschaft auf dem Gebiet der Herz-CT zertifiziert sind. Hierzu wird das gesamte Herz wie auch die einzelnen Herzkranzgefäße beurteilt und auf das Vorliegen von Engstellen oder weiterer Auffälligkeiten untersucht. Neben den konventionellen 2D-Daten wird auch ein 3D-Modell des Herzens zur besseren Veranschaulichung erstellt. Zudem setzen wir fortschrittliche Rekonstruktionsalgorithmen und virtuell monoenergetische Bilder der spektralen Datensätze ein, um eventuelle Schlag- oder Bloomingartefakte zu beseitigen und den Gefäßkontrast zu steigern.

Wenn Sie eine CD oder einen Onlinezugang mit den Bildern Ihrer Untersuchung erhalten möchten, so händigen wir Ihnen diese gerne im Anschluss an die Untersuchung aus. Wünschen Sie ein abschließendes Gespräch mit einem unserer Radiologinnen oder Radiologen zur Befundbesprechung, so ist dies selbstverständlich möglich. Hierfür müssten Sie bitte etwas Wartezeit einplanen, da die Bilder zunächst ausgewertet werden müssen. Der abschließende Befund wird in der Regel noch am selben Tag erstellt und Ihrem behandelnden Arzt zugeschickt.

Abbildung 1: 3D-Modell des Herzens und der Herzkranzgefäße (rot)
Abbildung 2: Einsatz spezieller Rekonstruktionsalgorithmen (B) bei Schlag- und Bloomingartefakten angrenzend an einen harten Plaque der rechten Herzkranzarterie (Pfeile), welche im Vergleich zu den Bilddaten ohne Algorithmen (A) eine suffiziente Aussage hinsichtlich der Relevanz der Stenose ermöglichen.

Kontakt

Bei Fragen können Sie sich gerne an unsere Herzspezialisten per E-Mail radiologie-herz@uk-koeln.de wenden.

Sofern Sie bereits eine Überweisung zur Herz-CT haben, können Sie einen Termin vereinbaren.

Weitere Informationen