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Interventionelle Computertomographie (CT)
Die interventionelle CT ist ein zentraler Bestandteil der interventionellen Radiologie. Durch die präzise Bildführung des CT können wir eine Vielzahl minimal-invasiver Eingriffe sicher, schonend und zielgenau durchführen – häufig als Alternative zu einer Operation.
Unsere CT-gesteuerten Interventionen
Unter CT-Kontrolle können wir Veränderungen millimetergenau ansteuern und Gewebeproben entnehmen. Dies ist besonders hilfreich bei tief liegenden oder schwer zugänglichen Herden und ermöglicht eine sichere Diagnosestellung.
Für geplante Eingriffe oder strahlentherapeutische Behandlungen platzieren wir präzise Markierungen, damit das Zielgebiet optimal erreicht werden kann.
Drainagen sind dünne Schläuche, über die Flüssigkeiten aus dem Körper abgeleitet werden, zum Beispiel nach Operationen oder bei Entzündungen. Mit Hilfe der CT-Bildgebung legen wir Drainagen besonders sicher – z. B. bei:
- Flüssigkeitsansammlungen nach Bauch- oder Lungenoperationen
- Urinomen
- Abszessen im Bauchraum
- Pneumothorax oder Pleuraerguss nach Lungeninterventionen
- Pankreatitis
Die CT-Steuerung sorgt für optimale Platzierung auch in komplexen anatomischen Situationen.
Thermoablationen – gezielte Gewebezerstörung
Die Mikrowellenablation ist ein minimal-invasives Verfahren, bei dem Tumorgewebe durch gezielte Hitze zerstört wird. Über eine dünne Sonde, die unter CT-Kontrolle präzise in das betroffene Gewebe eingebracht wird, erzeugen Mikrowellen eine starke lokale Erwärmung. So kann der Tumor – z. B. in der Leber – gezielt „verkocht“ und zerstört werden, ohne dass eine größere Operation notwendig ist.
Die Kryoablation ist ein modernes Verfahren, bei dem Tumor- oder Herdgewebe durch kontrollierte Vereisung zerstört wird. Eine Sonde erzeugt eine „Eiskugel“, die die betroffenen Zellen einfriert und abtötet, bei gleichzeitig sehr guter Schonung des umliegenden Gewebes.
Anwendungsgebiete bei uns:
- Nierenzellkarzinom
- Lebertumoren (selektive Fälle)
- Knochen- und Weichteilmetastasen
- Sarkome (selektive Fälle)
- Gutartige Tumoren (z. B. Osteoidosteom, Desmoid, Endometriose)
Ob eine Thermaoablation die beste Therapieoption ist, wird bei uns immer gemeinsam entschieden. In interdisziplinären Tumorboards beraten Radiologie, Chirurgie, Onkologie, Gynäkologie, Urologie, Pathologie und weitere Fachbereiche zusammen über die optimale Behandlung für jede einzelne Patientin bzw. jeden einzelnen Patienten.

