Onkologische Bildgebung

Die onkologische Bildgebung erfährt im Rahmen der zunehmend individualisierten Onkologie eine vermehrte Komplexität. Unsere Forschungsgruppe beschäftigt sich mit diversen Bildgebungs- und Behandlungstechniken sowie dem Einsatz weiterer Technologien um die onkologische Patientenversorgung stetig zu verbessern. Wir sind offen für Kooperationen und arbeiten eng mit anderen Forschungsgruppen im Institut sowie auf nationaler und internationaler Ebene zusammen. Hervorzuheben im Institut sind die Data Science Gruppe, mit der gemeinsam neue, durch künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen gestützte Verfahren zur automatisierten Auswertung und Charakterisierung von onkologischen Befunden entwickelt werden, sowie die Forschungsgruppe zur experimentellen Bildgebung und bildgestützten Therapie, die sich schwerpunktmäßig mit Forschung an Interventionen mittels MRT gestützten hochenergetischen fokussierten Ultraschallwellen (MR-HIFU) beschäftigt, die auf die Behandlung von Tumoren abzielen.

Univ.-Prof. Dr.--Persigehl-Thorsten
Univ.-Prof. Dr. Thorsten Persigehl

Onkologische und abdominelle Bildgebung

Klinischer Schwerpunkt: Magnetresonanztomographie, Onkologische und abdominelle Bildgebung, Transurethrale Ultraschallablation der Prostata (TULSA), Prostata-Stanzbiopsie, radCIO

Forschungsschwerpunkte

Neben den oben genannten Gebieten MR-HIFU und Data Science, bildet die Individualisierung der onkologischen Bildgebung einen weiteren Forschungsschwerpunkt. Beispielsweise erhalten immer mehr strukturierte Tumorklassifikationen und standardisierte Response-Kriterien, wie die Response Evaluation Criteria In Solid Tumors (RECIST) Einzug in die tägliche Routine der radiologisch onkologischen Befundung.

Die Computertomographie (CT) und Magnetresonanz-Tomographie (MRT) erlauben meist eine hochaufgelöste Darstellung von Tumoren und eine Bestimmung des Therapieansprechens von klassischen Chemotherapien anhand der Größenveränderung. Neue zielgerichtete molekulare Therapeutika führen jedoch oftmals lediglich zu einer Veränderung in der Tumorphysiologie, wie etwa der Tumordurchblutung, ohne messbare Größenänderung.

Unsere Motivation ist die Entwicklung und Erforschung von modernen quantitativen und funktionellen Bildgebungsmethoden, die eine sichere Bestimmung der Tumorperfusion, Tumorgefäßpermeabilität und des Tumorgefäßdurchmessers ermöglichen. Durch die hervorragende Verknüpfung von Forschung und Klinik in unserem Institut können diese modernen Techniken direkt in klinische Untersuchungsprotokolle transferiert werden und hier im Patienten zur verbesserten Tumorcharakterisierung (Staging) und frühzeitigen Evaluierung des Therapieansprechens (Response) angewendet werden.

Aktuelle Forschungsbereiche beinhalten u.a. die Entwicklung und Evaluation von neuen Methoden in der künstlichen Intelligenz (KI) und strukturierten Befundung gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), Deutsche Krebshilfe (DKH) und Europäischen Union (EU): Projekt radCIO KölnRadiomics

Weitere Kooperationen
Aktuelle Projekte

Quantifizierung des relativen Blutvolumens (rBV) mittels ΔR2*-Relaxometrie zur Tumorgewebecharakterisierung und frühen Therapie Monitoring

MR-Vessel Size Imaging mittels ΔR2/ ΔR2* Relaxometrie

Pleuramesotheliom Auswertung nach RECIST 1.0, RECIST 1.1, mRECIST und WHO

Evaluierung manuell versus semi-automatische Response-Klassifizierung (RECIST 1.1, Cheson und RANO)

Evaluierung der DCE-MRT bei Lungentumoren (MIMEB, BARIS Studie)

Detektion und Verlaufsbeurteilung von Lungentumoren im transgenen Mausmodel mittels CT-Volumetrie

Evaluierung von MR Sequenzen zum in-vivo Monitoring bei Autosomal Dominanter Polyzystischer Nierenerkrankung (ADPKD) im JCK Mausmodel

Retrospektive Auswertung pulmonaler (atypischer) Infiltrate bei Patienten in Aplasie, semiautomatische Analyse von morphologischen Bildparametern (Prof. Schwartz, Columbia University)

DCE-MRI phantom study to evaluate the impact of parallel imaging and B1 inhomogeneities at different MR field strengths of 1.0T, 1.5T, and 3.0T (Quantitative Imaging Biomarkers Alliance: QIBA)

Reproduzierbarkeit der Bestimmung quantitativer DCE-MRT und DWI in der Prostata bei Patienten mit Prostata-Karzinom (American College Of Radiology Imaging Network: ACRIN 6701)

Ausgewählte Publikationen

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Alle Publikationen: Persigehl, Heneweer, Püsken, Siedeck

1. Persigehl T, Lennartz S, Schwartz LH. iRECIST: how to do it. Cancer Imaging. 2020 Jan 3;20(1):2.

2. Zopfs D, Laukamp KR, Pinto Dos Santos D, Sokolowski M, Große Hokamp N, Maintz D, Borggrefe J, Persigehl T, Lennartz S. Low-keV virtual monoenergetic imaging reconstructions of excretory phase spectral dual-energy CT in patients with urothelial carcinoma: A feasibility study. Eur J Radiol. 2019 Jul;116:135-143.

3. Baeßler B, Maintz D, Persigehl T. Imaging Procedures for Colorectal Cancer. Visc Med. 2016 Jun;32(3):166-71.

4. Persigehl T, Ring J, Bremer C, Heindel H, Holtmeier R, Stypmann J, Claesener M, Hermann S, Schäfers M, Zerbst C, Schliemann C, Mesters R, Berdel W, Schwöppe C. Non-invasive monitoring of tumor-vessel infarction by retargeted truncated tissue factor tTF-NGR using multi-modal imaging. Angiogenesis 2014 Jan; 17(1): 235-46.

5. Persigehl T, Ring J, Budny T, Hahnenkamp A, Stoeppeler S, Schwartz LH, Spiegel HU, Heindel W, Remmele S, Bremer C. Vessel Size Imaging (VSI) by Robust Magnetic Resonance (MR) Relaxometry: MR-VSI of Solid Tumors in Correlation with Immunohistology and Intravital Microscopy. Molecular Imaging 2013 Oct;12(7):1-11.

6. Lee HJ, Kim YT, Kang CH, Zhao B, Tan Y, Schwartz LH, Persigehl T, Jeon YK, Chung DH. Epidermal Growth Factor Receptor Mutation in Lung Adenocarcinomas: Relationship with CT Characteristics and Histologic Subtypes. Radiology 2013 Jul; 268(1):254-64. IF 6,3 (IF 2012)

7. Persigehl T, Wall A, Kellert J, Ring J, Remmele S, Heindel W, Dahnke H, Bremer C. Tumor blood volume determination by susceptibility-corrected ΔR2* multi-echo MRI. Radiology; 255(3): 781-9.2010.

8. Bieker R, Kessler T, Schwöppe C, Padró T, Persigehl T, Bremer C, Dreischalück J, Kolkmeyer A, Heindel W, Mesters R, Berdel WE. Infarction of tumor vessels by NGR-peptide directed targeting of tissue factor. Experimental results and first-in-man experience. Blood. 2009 May 14;113(20):5019-27.

Das Team

Dr. Carola Heneweer
Dr. Michael Püsken
Dr. Florian Siedeck

Weitere Informationen