Wahlpflicht-Veranstaltungen

Unser Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie der Uniklinik Köln bietet, auch in Zusammenarbeit mit externen Kollegen, eine Reihe von Wahlpflicht-Veranstaltungen für interessierte Studierende an.

Wahlpflichtblock "Interventionelle Radiologie"

Leitung Priv.-Doz. Dr. Alexander Bunck

Interaktive Vermittlung von Kenntnissen und grundlegenden Verfahren in der interventionellen Radiologie.

Zeiten nach individueller Vereinbarung.

Die interventionelle Radiologie, mit ihrer Vielzahl an unterschiedlichen minimal-invasiven Verfahren, hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einer wichtigen Säule in der Diagnostik und Behandlung vaskulärer und onkologischer Erkrankungen entwickelt. Als Spezialdisziplin der Radiologie fügt sie sich dabei oft als integraler Bestandteil personalisierter Therapiekonzepte in die Behandlung der verschiedenen Krankheitsentitäten ein und hat hierbei viele Berührungspunkte mit anderen klinischen Fächern wie z. B. der Viszeralchirurgie, Gastroenterologie, Gefäßchirurgie, Angiologie oder auch der Urologie und Gynäkologie.

In anderen Fällen vermag die interventionelle Radiologie als Problemlöser zu fungieren, die mithilfe der ihr zur Verfügung stehenden Techniken die Patienten minimal-invasiv behandeln kann und ihnen so u.U. einen größeren operativen Eingriff erspart.

Auch als „Nicht-Radiologe/-in“ ist es daher wichtig, das breite Angebot an interventionell-radiologischen Verfahren zu kennen, um so die eigenen Patienten über alle ihnen offenstehenden Behandlungsoptionen adäquat informieren zu können.

Im Rahmen eines aus fünf Doppelstunden bestehenden Online-Seminars "interventionelle Radiologie" soll den Studierenden ein Überblick über das breite Spektrum der verschiedenen, in der interventionellen Radiologie zum Einsatz kommenden Behandlungsverfahren gegeben werden. Dabei sollen den Studierenden grundlegende Kenntnisse zu den Indikationen und Kontraindikationen sowie den zum Einsatz kommenden Techniken und Materialien der verschiedenen interventionellen Verfahren vermittelt werden.

1. Doppelstunde: Propädeutik, Techniken der Bildgebung, Hygienekonzept bei Interventionen, CT-Interventionen (Biopsieentnahme und Drainagen)

  • Lernziele:
    • Kennenlernen des Berufsbildes "Interventionelle(r) Radiologe/-in" mit Überblick über die in der interventionellen Radiologie durchgeführten Eingriffe
    • Kennenlernen der Grundprinzipien der bildgesteuerten Interventionen und der hierbei zum Einsatz kommenden Bildgebungstechniken
    • Kennenlernen der erforderlichen Hygienemaßnahmen im Kontext minimalinvasiver Eingriffe
    • CT-Interventionen (Biopsieentnahmen und Drainagen): Indikationen, Kontraindikationen, Zugangswege, Durchführung, Komplikationen
    • Vorstellung der Methoden der nicht-invasiven Gefäßbildgebung
       

2. Doppelstunde: Gefäßinterventionen bei Durchblutungsstörungen, venöse Interventionen

  • Lernziele:
    • Kennenlernen typischer Krankheitsbilder der Durchblutungsstörungen
    • Kennenlernen der wesentlichen Indikationen und Kontraindikationen für Gefäßinterventionen bei Durchblutungsstörungen
    • Materialkunde
    • Kennenlernen der Grundprinzipien der Gefäßinterventionen
    • Überblick über venöse Interventionen
       

3. Doppelstunde: Leber I - minimalinvasive Therapieverfahren bei onkologischen Patienten (Thermoablation, Chemoembolisation, Radioembolisation, Pfortaderembolisation)

  • Lernziele:
    • Kennenlernen der wesentlichen Indikationen und Kontraindikationen der interventionell-onkologischen Therapieverfahren bei primären und sekundären Lebertumoren
    • Kennenlernen der Grundprinzipien der interventionell-onkologischen Therapieverfahren der Leber


4. Doppelstunde: Leber II - TIPSS und Gallengangsinterventionen

  • Lernziele:
    • Rekapitulation der Pathophysiologie der Leberzirrhose
    • Kennenlernen der Grundprinzipien der TIPSS-Anlage, ihrer Indikationen und Kontraindikationen
    • Häufige Gallengangsinterventionen in der Radiologie
       

5. Doppelstunde: MR-HIFU/Embolisationen von Uterus und Prostata

  • Lernziele:
    • Kennenlernen der Grundprinzipien der MR-HIFU
    • MR-HIFU als Therapieoption bei Uterusmyomen
    • Embolisation des Uterus, Indikationen und Vorgehen
    • Prostataarterienembolisation bei der benignen Prostatahyperplasie
    • Notfälle in der interventionellen Radiologie: Anhand von Kasuistiken Kennenlernen der häufigsten Notfälle und der zugehörigen Behandlungsoptionen in der interventionellen Radiologie

Sonographie Training

Leitung Dr. Carola Heneweer und Dr. Andra Iuga

Im Sono-Kurs vermitteln wir den Studierenden die Fähigkeit, selbstständig eine komplette sonographische Untersuchung der Bauchorgane durchzuführen. In unserem Hands-on-Kurs werden jede Woche die theoretischen Grundlagen des aktuellen Themas zu Beginn des Kurses besprochen und im anschließenden praktischen Teil von unseren Dozenten demonstriert. Hauptbestand ist das anschließende Erlernen der praktischen Fähigkeiten unter Supervision der Dozenten in Kleingruppen mit 4-6 Teilnehmern.

Der Kurs findet jeden Donnerstag von 18:00 - 19:30 Uhr im Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie (Zentrale Notaufnahme) statt. Es werden insgesamt 10 Termine pro Semester angeboten.

Kursaufbau:

  1. Woche: Basics Sonographie (Schallköpfe, "Gerätekunde")
  2. Woche: Leberultraschall (Anatomie, häufige gutartige und bösartige Tumoren)
  3. Woche: Gallenblase und Pankreas (Anatomie und häufige Befunde)
  4. Woche: Retroperitoneale Gefäße und Lymphknoten
  5. Woche: Milz, Nieren und ableitende Harnwege
  6. Woche: Sonosimulator im KISS Gruppe 1 bzw. freies Üben
  7. Woche: Sonosimulator im KISS Gruppe 2 bzw. freies Üben
  8. Woche: Schilddrüse/ Hals
  9. Woche: Gefäße (Halsgefäße, Beinvenen/ Thrombose)
  10. Woche: Zur freien Verwendung (z. B. Vertiefung, Wiederholung gewünschter Inhalte)
Einführung in die MR-Diagnostik von Erkrankungen des Bewegungsapparates und der Wirbelsäule

Prof. Dr. med. Karl F. R. Neufang

Vorlesung 6 Doppelstunden montags 15:00 s.t. - 16:30 s.t (oder 16:00 s.t. - 17:30 s.t.), Studierendenhaus
Für fortgeschrittene klinische Semester. Teilnehmerzahl max. 25 Studierende.
Anmeldung über KLIPS 2.0.

Radiologische Ambulanz

Prof. Dr. med. Karl F. R. Neufang

40 Stunden (1 Woche ganztags in der Praxis), Zeit nach Vereinbarung
Praxis für Radiologie und Nuklearmedizin, Berliner Straße 2, 53879 Euskirchen
Anmeldung über KLIPS 2.0.

Kontakt

Praxis für Radiologie und Nuklearmedizin, Berliner Straße 2, 53879 Euskirchen
E-Mail neufang.kfr@uni-koeln.de

Einführung in die Sonographie des Abdomens mit praktischen Übungen

Priv.-Doz. Dr. Rudolf Tismer

Di 17:00 Uhr c.t., HS IV, LFI

Anleitung zu einer systematischen Analyse der Thoraxaufnahme

Priv.-Doz. Dr. Rudolf Tismer

Di 18:00 Uhr c.t., HS IV, LFI

Neuroradiologie

Leitung Priv.-Doz. Dr. Christoph Kabbasch

Interaktive Vermittlung von Kenntnissen und grundlegenden Verfahren in der diagnostischen und interventionellen Neuroradiologie.

19 Semesterstunden auf fünf Tage verteilt.

Kursaufbau:

  • 2 Doppelstunden: Ischämischer Schlaganfall
  • 2 Doppelstunden: Hämorrhagischer Schlaganfall und Aneurysma
  • 2 Doppelstunden: Tumore in der Neuroradiologie
  • 2 Doppelstunden: Entzündliche und neurodegenerative Erkrankungen des ZNS
  • 1,5 Doppelstunden: Live Case mit Begleitung einer Neurointervention im Angio-Labor je nach Verfügbarkeit; alternativ Kasuistiken neuroradiologischer Notfälle

Maximal 12 Teilnehmer

Interdisziplinär statt multidisziplinär: Diagnostisch-therapeutische Herangehensweise an viszeralmedizinische Krankheitsbilder

In Kooperation mit der Klinik für Allgemein-, Visceral-, Tumor- und Transplantationschirurgie

Leitung: Priv.-Doz. Dr. Nils Große Hokamp, Priv.-Doz. Dr. Seung-Hun Chon

In der Medizin spielt die Spezialisierung der einzelnen Fachrichtungen nach wie vor eine tragende Rolle. So kann zum Beispiel nur ein Endoskopiker die lokale Ausprägung einer Tumorerkrankung im Ösophagus genau bestimmen und nur ein Radiologe im CT-Bild Lymphknoten- oder Fernmetastasen sicher bewerten.

Im Laufe der Zeit hat sich gezeigt, dass ein interdisziplinäres Vorgehen bei der Behandlung komplexer Erkrankungen nicht nur notwendig ist, sondern auch zu einem individuell verbesserten Therapieergebnis führt. So findet man z. B. in der onkologischen Tumortherapie regelhaft einen Zusammenschluss von Internisten, Chirurgen und Radiologen in den so genannten Tumorboards, die nach gemeinsamer Zusammenschau aller Befunde ein individuell auf den Patienten abgestimmtes Therapiekonzept erarbeiten. Dies geschieht immer unter Berücksichtigung der aktuell geltenden Behandlungsrichtlinien sowie neuester medizinischer Forschungsergebnisse. Gleichzeitig sorgt der kollegiale Austausch auch für einen fachübergreifenden Wissenstransfer.

Ziel dieses Kurses ist es, Medizinstudierenden einen praxisorientierten Einblick in die interdisziplinäre Zusammenarbeit hinsichtlich der Diagnostik und der Therapie viszeralmedizinischer Krankheitsbilder zu ermöglichen und Ihnen hierdurch die Komplexität dieser Krankheitsbilder zur vermitteln. Ein besonderes Augenmerk wird hierbei auf die komplementäre apparative Diagnostik in Form endoskopischer und schnittbildtomographischer Diagnostik gelegt.

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