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MR-HIFU Therapie von Uterusmyomen
Uterusmyome sind die häufigsten gutartigen Tumore der Gebärmutter und verursachen bei etwa 25% der betroffenen Frauen Beschwerden. Meist sind es einzelne große oder mehrere kleinere Myome, die Symptome wie starke Regelblutungen, Blutungsstörungen sowie heftige Schmerzen während dem Geschlechtsverkehr oder während der Monatsblutung auslösen. Auch starker Harndrang kann zu den Beschwerden gehören, da die Myome in einigen Fällen auf die Blase drücken können. In einigen Fällen können Myome auch der Grund für einen unerfüllten Kinderwunsch oder eine Früh- oder Fehlgeburt sein. Ab einer gewissen Größe des Myoms und bei Einbußen in der Lebensqualität aufgrund der Symptome steht, neben operativen und anderen invasiven Therapieverfahren, am Universitätsklinikum Köln die HIFU Therapie als nicht-invasives Therapieverfahren zur Verfügung.
Was Sie über die Therapiemethode wissen sollten
Wenn Sie sich für die Durchführung einer MR-HIFU Therapie zur Behandlung Ihrer Uterusmyome interessieren oder von Ihrem behandelnden Arzt an uns überwiesen wurden, können Sie sich im Folgenen schon einmal über diese Behandlungsmethode informieren.
Sofern Sie nähere Informationen wünschen oder einen konkreten Behandlungswunsch haben, kontaktieren Sie uns bitte unter mr-hifu.therapie@uk-koeln.de.
Warum eignet sich die MR-HIFU Therapie für Uterusmyome?
HIFU (Hoch-intensiver, fokussierter Ultraschall) ist ein nicht-invasives Therapieverfahren und bietet eine wirksame Alternative zur operativen und/oder medikamentösen Therapie. Ähnlich wie man Sonnenstrahlen mit einer Lupe auf einen Punkt fokussieren kann, werden bei dem HIFU-Verfahren Ultraschallwellen durch die Bauchdecke nicht-invasiv auf das Myomgewebe fokussiert, wodurch dieses kontrolliert und kurzzeitig auf etwa 60°C erhitzt wird, ohne dass dabei die Haut oder das umliegende Gewebe geschädigt wird. Das Myomgewebe stirbt nach der Behandlung ab und wird vom Körper selbstständig abgebaut, wodurch in den Wochen nach der Behandlung eine deutliche Größenabnahme des Myoms erfolgt. Die HIFU Behandlung erfolgt in einem Magnetresonanztomographen (MR-HIFU), wodurch der Arzt die Möglichkeit hat, mittels MRT-Bildgebung des Myoms und des umliegenden Gewebes den fokussierten Ultraschall millimetergenau zu steuern und die Therapie zu überwachen.
Was sind die Vorteile einer MR-HIFU Therapie?
Einer der größten Vorteile einer MR-HIFU Behandlung ist, dass der Eingriff komplett nicht-invasiv ist und nur wenige Nebenwirkungen birgt. Es findet keine Operation statt, sodass manche Patientinnen die HIFU-Therapie auch aus kosmetischen Gründen einer Operation vorziehen. Die Patientin ist während der gesamten Behandlung bei Bewusstsein und muss keine Narkose erhalten. Im Gegensatz zur Totaloperation hat die Patientin bei dieser Behandlungsmethode noch die Möglichkeit sich ihren eventuellen Kinderwunsch zu erfüllen. Die Behandlung kann ambulant erfolgen, zur besseren Kontrolle wird aber eine Aufnahme über Nacht empfohlen. In der Regel können die Patientinnen innerhalb weniger Tage in ihren Alltag zurückkehren. Mehrere Studien belegen, dass die MR-HIFU Therapie effektiv die Symptome lindert und die Lebensqualität der Patientinnen verbessert.
Wer kommt für die MR-HIFU Therapie von Uterusmyomen in Frage?
Grundsätzlich ist die MR-HIFU Therapie für Frauen geeignet, die sich gegen eine Operation ihrer Uterusmyome entscheiden und eine nicht-invasive Behandlung ohne Narkose bevorzugen. Um festzustellen, ob die Patientin für eine MR-HIFU Therapie in Frage kommt, ist es zwingend notwendig, vorab eine MRT-Untersuchung durchzuführen, um einerseits die genaue Lage des Uterus und der Uterusmyome und damit die Erreichbarkeit für die MR-HIFU zu untersuchen. Andererseits ist es essenziell, die Signaleigenschaften des Uterusmyoms an sich (Einteilung nach Funaki) vor der Therapie mittels MRT darzustellen, da sich Myome mit einer bestimmten Signalintensität (Funaki III) nur unzureichend erhitzen und somit die MR-HIFU hier keine ausreichende Symptomreduktion erbringen zu vermag.
Für wen ist die MR-HIFU Behandlung von Uterusmyomen nicht geeignet?
Patientinnen sollten vorab unbedingt mit dem verantwortlichen Radiologen besprechen, inwieweit eine MR-HIFU Behandlung möglich und sinnvoll ist, insbesondere bei Metallteilen im Körper (chirurgische Klammern oder Schrauben, Herzschrittmacher, Zahnersatz o.ä.), extremer Platzangst, bei bestehender Schwangerschaft, oder bei Allergien auf Kontrastmittel. Generell sollten auch Anzahl und Größe der Myome in einem persönlichen Gespräch mit dem Radiologen besprochen werden, um zu sehen, ob eine MR-HIFU Behandlung sinnvoll ist. Im Allgemeinen wird eine MRT Bildgebung vorab durchgeführt, um sicherzustellen, dass eine MR-HIFU Behandlung möglich ist. Als Verlaufskontrolle kann ggfs. noch eine MRT Bildgebung angefordert werden.
Wie kann ich mich auf die Uterusmyom-Behandlung vorbereiten?
Aus hygienischen Gründen vermeidet man normalerweise die MR-HIFU Behandlung während der Menstruation; dies sollte bei der Terminvereinbarung beachtet werden.
Am Tag vor der Behandlung sollten die Haare im Beckenbereich entfernt werden (am einfachsten mittels Rasur). Bis zum Eingriff sollte in diesem Bereich keine Hautcreme oder Öl mehr verwendet werden. Am Behandlungstag sollte die Patientin nüchtern erscheinen. Die letzte Mahlzeit sollte spätestens 12 Stunden vor der Behandlung eingenommen werden. Am Morgen des Behandlungstages ist ein kleines Glas Wasser erlaubt.
Was passiert während der Behandlung genau?
Der HIFU-Ultraschallwandler ist in den Patiententisch eines Magnetresonanztomographen (MRT) eingebaut. Zur Behandlung wird die Patientin auf dem Bauch liegend über dem Ultraschallwandler positioniert. Anschließend wird der Behandlungstisch in den Magnetresonanztomographen eingeschoben und verbleibt dort während der Behandlung. Als erster Schritt werden MRT-Bilder des Uterus und des Myoms erstellt, um die Therapie zu planen. Mithilfe dieser Bilder kann der Radiologe dann fokussierte Ultraschallwellen auf das Myom richten und die Geschwulst gezielt erhitzen, wobei die Gewebetemperatur permanent mit Hilfe des Magnetresonanztomographen gemessen und kontrolliert wird (Echtzeit-Bildkontrolle). Patientin und Radiologe sind nur durch ein Fenster getrennt und können jederzeit über Mikrofon miteinander kommunizieren. Die Behandlung ist weitestgehend schmerzfrei. Mitunter können Beschwerden auftreten, die Menstruationsschmerzen ähneln. Für solche Fälle wird eine Schmerzmedikation bereitgehalten. In den meisten Fällen erfolgt vor Beginn der Therapie die Anlage eines Harnblasenkatheters, um Bewegungen des Uterus aufgrund der sich während der Behandlung füllenden Harnblase zu vermeiden.
Was geschieht nach der Behandlung?
Nach der Behandlung wird die Patientin zur Beobachtung über Nacht in der Uniklinik bleiben. Die Behandlung hat, wenn überhaupt, nur wenige Nebenwirkungen. Diese sind erheblich geringer als die möglichen Komplikationen von Patientinnen nach einem operativen Eingriff. Patientinnen werden nach einer HIFU-Behandlung durchschnittlich einen Tag krankgeschrieben und können danach wieder ihre normalen körperlichen Aktivitäten aufnehmen.
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