Interventionelle Radiologie

Interventionelle Verfahren bezeichnen Untersuchungen, die über die reine Darstellung bestimmter Körperregionen im Rahmen der Diagnosestellung hinausgehen. Mit Hilfe radiologischer Techniken, wie der digitalen Subtraktionsangiographie (DSA) in Röntgenuntersuchungen, Sonographie, Computertomographie, Magnetresonanztomographie, usw. können im Körperinneren gelegene Strukturen auf sehr präzise und teilweise in Echtzeit dargestellt werden und somit auf einem sicheren und kontrollierten Zugangsweg erreicht werden, um so Gewebsproben zu entnehmen oder Behandlungen durchzuführen. Im Gegensatz zu operativen Verfahren kommen hierbei Instrumente wie Punktionsnadeln oder Katheter zum Einsatz, die durch die Haut vorgeführt werden und welche mit Hilfe der radiologischen Verfahren durch den interventionell tätigen Radiologen kontrolliert werden. Hierfür ist in den meisten Fällen lediglich ein kleiner Schnitt an der Haut notwendig, so dass diese Verfahren überwiegend in örtlicher Betäubung erfolgen. Für einige Methoden, wie beispielsweise die Radiofrequenzablation (RFA) oder der Mikrowellenablation (MWA) kann auch eine Narkose notwendig sein.

Priv.-Doz. Dr.--Wawer Matos Reimer-Robert P.
Priv.-Doz. Dr. Robert P. Wawer Matos Reimer, EBIR, DEGIR Stufe II

Leitung Interventionelle Radiologie

Priv.-Doz. Dr.--Celik-Erkan
Priv.-Doz. Dr. Erkan Celik, EBIR, DeGIR Stufe II

Leitung Interventionelle Radiologie

Interventionelle Verfahren

Nachfolgend finden Sie einen Auszug der von uns angebotenen interventionellen Verfahren sowie ggf. nähere Beschreibungen falls ein Link vorhanden ist. 

  • Gefäßverschließende Maßnahmen (Embolisation) bei Blutungen oder stark durchbluteten Tumoren  

  • Selektive Behandlung von Leberkrebs: Tumore (Hepatom - HCC und Gallenblasenkrebs/Cholangiozelluläres Karzinom - CCC) und Metastasen (u.a. bei kolorektalem Karzinom, Mamma-Karzinom, neuroendokrinem Tumor) mittels transarterieller Chemoembolisation (TACE) oder Selektiver Interner Radiotherapie (SIRT)  

  • Drainageanlage zur Ableitung von Flüssigkeitsansammlungen (z.B. Abszessen) im Körper  

  • Anlage eines Leberumgehungskreislaufes (TIPS)  

  • Miniport- oder zentralvenöse Katheter (peripherally inserted central catheter - PICC) Anlage zur Durchführung von Chemotherapien oder zur parenteralen Ernährung  

  • Facettengelenkblockade zur Behandlung chronischer Rückenschmerzen  

  • Sympathikolyse, Plexus coeliacus-Blockade zur Behandlung chronischer Schmerzen bei arterieller Verschlusskrankheit oder chronischen Tumorschmerzen  

  • Ablation von Tumoren z.B. in Leber, Lunge, Niere mittels Radiofrequenzablation (RFA) oder Mikrowellenablation (MWA) 

  • Entlastung und Drainage der Gallenwege sowie Wiederherstellung des Gallenabflussweges mittels perkutane transhepatischer Cholangiographie (PTC) bzw. Cholangiodrainage (PTCD)  

  • Markierung von Tumoren vor Cyberknife-Behandlung 

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