MRT gesteuerte Vakuumbiopsie der Mamma

Alles was Sie zum Eingriff wissen sollten.

Diese minimal-invasive Biopsie-Technik wird durchgeführt, wenn eine Auffälligkeit, beispielsweise ein Verdacht auf ein Mammakarzinom (Brustkrebs), nur in der MR- Mammographie erkennbar ist, nicht aber in der Röntgen-Mammographie oder im Ultraschall. Die Indikation stellt der Radiologe in enger Zusammenarbeit mit den behandelnden Gynäkologen. Der Eingriff erfolgt ambulant.

Häufige Fragen

Was ist eine MRT gesteuerte Vakuumbiopsie der Brust (Mamma)?

Die MRT gesteuerte Vakuumbiopsie der Brust (Mamma) ist ein Eingriff, bei dem eine Gewebeprobe aus der Brust entnommen wird. Die Gewebeentnahme (Biopsie) wird mit einer speziellen Biopsienadel unter örtlicher Betäubung durchgeführt. Der Eingriff erfolgt nach einer MRT-Untersuchung, sodass das medizinische Personal genau weiß, wo sich das zu entnehmende Gewebe im Inneren der Brust befinden und wo die Nadel einzuführen ist. Der Eingriff dient zur Diagnostik und Früherkennung von Brustkrebs (Mammakarzinom).

Wie kann ich mich auf den Eingriff vorbereiten?

Für den Eingriff müssen Sie nicht nüchtern sein. Bitte nehmen Sie fünf Tage vor dem Eingriff keine blutverdünnenden Medikamente ein (hierzu zählen auch die handelsüblichen „Schmerztabletten“ Aspirin©). Sollten Sie Heparin oder Marcumar© einnehmen, geben Sie uns bitte bereits vorab Bescheid, damit wir die Untersuchung zusammen mit dem den Eingriff durchführenden Radiologen ausreichend planen können.

Vor dem Eingriff werden Sie von einem Radiologen über den Nutzen und die Risiken des Eingriffs aufgeklärt. Zur Vorbereitung des Aufklärungsgespräches erhalten Sie von uns einen dezidierten Aufklärungsbogen. Wir bitten Sie, diesen sorgfältig zu lesen und wahrheitsgemäß auszufüllen. Ihre Fragen können Sie dann im anschließenden Aufklärungsgespräch stellen.

Wie läuft der Eingriff ab?

Die Intervention findet in Bauchlage in einem unserer MR-Tomographen statt. Die zu untersuchende Brust wird während des Eingriffs in einer speziellen Biopsie-Spule leicht komprimiert. Zunächst erfolgt eine normale MR-Mammographie mit intravenöser Kontrastmittelgabe, wie Sie sie bereits von der vorangegangenen Untersuchung kennen. Nur auf diese Weise ist es möglich, den verdächtigen Herdbefund sichtbar zu machen. Hierfür legen wir Ihnen vor dem Eingriff einen venösen Zugang in den Arm (Ellenbeuge oder Handrücken). Wir verwenden ausschließlich Kontrastmittel der modernsten Generation, welche sehr gut verträglich sind; lediglich in seltenen Fällen kann es hier zu Nebenwirkungen kommen, über die der aufklärende Arzt Sie ausführlich informieren wird. Anhand der durchgeführten Untersuchung wird anschließend die Gewebeentnahme (Biopsie) software-gestützt geplant und durchgeführt.

Die Biopsie selbst wird dann anschließend außerhalb der „Röhre“ durchgeführt. Zunächst erfolgen eine intensive Hautdesinfektion und die lokale Betäubung der Einstichstelle. Die Biopsie-Nadel wird dann in der Brust genau an der Stelle eingebracht, an der sich die verdächtige Läsion befindet und es werden gezielt Proben entnommen. Zur Markierung der Biopsie-Stelle wird anschließend ein kleiner Metallclip eingebracht. Die Gesamt-Dauer des Eingriffs inklusive Vor- und Nachbereitung beträgt etwa 45 bis 60 Minuten. Anschließend können Sie nach einer kurzen Nachbeobachtungszeit nach Hause gehen. Für 24 Stunden nach dem Eingriff sollten Sie sich bitte schonen, um das Risiko einer Nachblutung zu minimieren.

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