MRT-gesteuerte Prostata-Biopsie

Alles was Sie zum Eingriff wissen sollten.

Ist bei Ihnen im Rahmen einer diagnostischen MRT-Untersuchung der Prostata ein verdächtiger Herdbefund entdeckt worden, kann man bei diesem MRT-gesteuert zielgerichtet eine Gewebeentnahme (Biopsie) durchführen. Die Indikation stellt der Radiologe in enger Zusammenarbeit mit den behandelnden Urologen. Der Eingriff erfolgt ambulant.

Kontakt

Sollten Sie nach dem Eingriff eine stärkere Darmblutung, Fieber oder starke Schmerzen bekommen, erreichen Sie uns

Bis 16:00 Uhr im Sekretariat Telefon +49 221 478-82035 oder -96063

Nach 16:00 Uhr über die Notfallradiologie in der Zentralen Notaufnahme Telefon +49 221 478-6267

Häufige Fragen

Was ist eine MRT-gesteuerte Prostata-Biopsie?

Die MRT-gesteuerte Prostata-Biopsie ist ein Eingriff, bei dem verdächtiges Gewebe zur weiteren Untersuchung aus der Prostata entnommen wird. Durch MRT-Bildgebung vor der Entnahme kann genau bestimmt werden, wo und wie die Gewebeprobe(n) entnommen werden müssen. Der Eingriff dient vornehmlich der Diagnostik von Prostatakrebs.

Wie kann ich mich auf den Eingriff vorbereiten?

Für den Eingriff müssen Sie nicht nüchtern sein. Bitte nehmen Sie drei Tage vor dem Eingriff keine blutverdünnenden Medikamente ein. Hierzu zählen auch die handelsüblichen Schmerztabletten wie Aspirin©. Bei Hochrisikopatienten, wie Patienten nach einem Herzinfarkt oder Schlaganfall kann ASS ggf. weiter eingenommen werden. Hierzu halten Sie bitte Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt und mit uns. Sollten Sie Heparin oder Marcumar© einnehmen, geben Sie uns bitte bereits vorab Bescheid, damit die geplante Biopsie ausreichend geplant werden kann.

Mindestens einen Tag vor dem Eingriff werden Sie von einem Radiologen über den Nutzen und die Risiken des Eingriffs aufgeklärt. Zur Vorbereitung des Aufklärungsgespräches erhalten Sie von uns einen dedizierten Aufklärungsbogen. Wir bitten Sie, diesen sorgfältig zu lesen und wahrheitsgemäß auszufüllen. Ihre Fragen können Sie dann im anschließenden Aufklärungsgespräch stellen. Bitte lassen Sie am besten ein bis zwei Wochen vor der geplanten Biopsie eine Blutentnahme bei Ihrem Urologen oder Hausarzt zur Bestimmung der Blutgerinnungsparameter durchführen. Im Rahmen des Aufklärungsgespräches bekommen ein Antibiotikum verordnet, welches Sie zur Infektionsprophylaxe einnehmen müssen.

Wie läuft der Eingriff ab?

Die Intervention findet in einem unserer MR-Tomographen statt. Nach lokaler Betäubung der rektalen Schleimhaut erfolgt eine verkürzte MRT-Untersuchung der Prostata ohne Kontrastmittelgabe, wie Sie sie bereits von der vorangegangenen Untersuchung kennen. Auf diese Weise ist es möglich, den verdächtigen Herdbefund sichtbar zu machen. Anhand der durchgeführten Untersuchung wird anschließend die Biopsie Software-gestützt durchgeführt.

Nach vorsichtiger Austastung wird Ihnen die Biopsie-Halterung in den Enddarm eingeführt. Über diese Führung wird der verdächtige Befund zielgerichtet biopsiert. In der Regel werden bis zu drei verdächtige Proben entnommen. Diese werden im Institut für Pathologie der Uniklinik Köln untersucht. Die Gesamtdauer des Eingriffs inklusive Vor- und Nachbereitung beträgt etwa 45 - 60 Minuten. Anschließend können Sie nach einer Nachbeobachtungszeit von etwa 30 - 60 Minuten und einem abschließenden Gespräch mit einem unserer Radiologen nach Hause gehen. Für 24 Stunden nach dem Eingriff sollten Sie sich bitte schonen, um das Risiko einer Nachblutung zu minimieren.

Weitere Informationen

  • BiopSee® Multiparametrische Magnetresonanztomografische Untersuchung (mpMRT) der Prostata
  • Lesen Sie hier mehr über unsere Geräteausstattung
  • Interventionelle Radiologie als Schwerpunkt im Institut
  • Forschung in der interventionellen Radiologie