21.07.2020
Radiologie

ESR Cum Laude Award für Dr. Pennig

Schnellere MRA-Bildgebung für Schlaganfalldiagnostik

Dr. Lenhard Pennig, Foto: Michael Wodak
Dr. Lenhard Pennig, Foto: Michael Wodak

Dr. Lenhard Pennig, Assistenzarzt am Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie der Uniklinik Köln, ist für eine Präsentation auf der Jahrestagung der European Society of Radiology (ESR) mit dem Cum Laude Award 2020 ausgezeichnet worden.

In der Präsentation ging es um die Anwendung einer neuartigen nativen 3D isotropen fluß-unabhängigen Magnetresonanzangiographie (MRA) namens „REACT“ zur Bildgebung der extrakraniellen Arterien bei Patienten mit akutem Schlaganfall. In der Schlaganfalldiagnostik bildet die Kontrastmittel-gestützte MRA den diagnostischen Standard. Diese ist jedoch gekennzeichnet durch eingeschränkte Einsetzbarkeit bei Patienten mit Nierenversagen, potentiellen allergischen Reaktionen, hohen Kosten, Unsicherheit hinsichtlich der Langzeitablagerung von Gadolinium und potentiellem Mistiming der Akquisition.

In der vorgestellten Arbeit hatte die Forschungsgruppe um Dr. Pennig die REACT-Sequenz, die sich im Institut bereits in der Bildgebung der thorakalen Gefäße bewährte, an die Halsarterien angepasst. Die REACT-Sequenz konnte in subjektiven und objektiven Ergebnissen eine zur Kontrastmittel-gestützten MRA vergleichbare Bildqualität erreichen. Die REACT-Sequenz stellt somit eine in der Schlaganfalldiagnostik verlässlich und schnell anwendbare Technik dar, die eine deutlich geringere Akquisitionszeit (unter drei Minuten) als andere native MRAs benötigt.

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