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19.11.2025 Radiologie

IQWiG-Nutzenbewertung zur Diagnostik der koronaren Herzerkrankung

Priv.-Doz. Pennig als externer Sachverständiger beteiligt

Priv.-Doz. Dr. Lenhard Pennig, Foto: Michael Wodak

Die kardiale Magnetresonanztomografie (MRT) hat laut einer aktuellen Nutzenbewertung des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) einen mindestens gleichwertigen diagnostischen Nutzen wie die Myokard-Perfusions-SPECT – bei gleichzeitig fehlender Strahlenbelastung. Priv.-Doz. Dr. Lenhard Pennig, Oberarzt und Leiter der Sektion Kardiovaskuläre Bildgebung am Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie der Uniklinik Köln, war an dem Bericht als externer Sachverständiger beteiligt. 

Die kardiale Magnetresonanztomografie (MRT) stellt eine sinnvolle Erweiterung der nicht-invasiven Diagnostik der koronaren Herzerkrankung (KHK) dar. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle Abschlussbericht des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA). Die Nutzenbewertung des IQWiG basiert auf sechs prospektiven Studien, welche die diagnostische Genauigkeit der Stress-MRT des Herzens mit der der Myokard-Perfusions-SPECT verglichen. Unter Verwendung der invasiven Koronarangiographie als Referenzstandard zeigte die MRT eine mindestens gleichwertige diagnostische Güte. Darüber hinaus bietet die MRT den methodenimmanenten Vorteil der fehlenden Strahlenbelastung, wodurch laut Bericht im Vergleich zur SPECT ein höherer Nutzen abzuleiten ist.

„Die Ergebnisse unterstreichen die hohe Bedeutung der kardialen MRT in der modernen Herzdiagnostik“, so Dr. Pennig. „Sie erlaubt eine präzise, schonende und umfassende Beurteilung von myokardialer Funktion und Perfusion sowie Infarktnarben – und trägt damit entscheidend zu einer verbesserten Versorgung der Patientinnen und Patienten bei.“ Während die Herz-MRT als funktionelles diagnostisches Verfahren bei V.a. KHK und moderater bis hoher Vortestwahrscheinlichkeit beziehungsweise V.a. Fortschreiten einer bekannten KHK Verwendung findet, soll laut IQWiG die invasive Koronarangiographie vor allem bei sehr hoher Vortestwahrscheinlichkeit oder nach pathologischem Befund in der nicht-invasiven Bildgebung (CT, MRT, SPECT, Stress-Echokardiografie) eingesetzt werden.