02.06.2017
Forschung

Studie zu HIFU: Neue Möglichkeiten in der Krebstherapie

Prof. Dr. Holger Grüll, Foto: Uniklinik Köln

Hochenergetische fokussierte Ultraschallwellen (HIFU) sind seit mehreren Jahren erfolgreich im Einsatz, insbesondere in der Therapie von Uterus-Myomen. Durch die Kombination mit MRT-Verfahren sowie speziell entwickelten, medikamententragenden Nanopartikeln eröffnen sich neue Wege in der Behandlung onkologischer Erkrankungen.

Unter Leitung von Prof. Dr. Holger Grüll, Leiter des Bereichs “Experimentelle Bildgebung und bildgesteuerte Therapie” am Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, wurden nun wegweisende Erkenntnisse zur HIFU-Therapie in einer der renommiertesten Fachzeitschriften Amerikas, im Journal PNAS (Proceedings of the National Academy of Sciences), veröffentlicht.

Die wissenschaftliche Arbeit entstand im Rahmen einer Kooperation zwischen der Technischen Universität Eindhoven und dem Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie an der Uniklinik Köln.

Die HIFU-gesteuerte, gezielte Medikamentenfreisetzung im Tumor durch Hyperthermie kombiniert mit anschließender Ablation des Tumorgewebes erzielte in den präklinischen Studien ausgezeichnete Ergebnisse. Prof. Grüll und sein Team werden in den nächsten Jahren an der Uniklinik Köln die Translation dieser präklinischen Erfahrungen in die Patientenversorgung vorantreiben. Ziel ist die lokale, schonende und effiziente Behandlung von verschiedensten Tumorleiden.

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